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Utilitarismus




Utilitarismus

 (lateinisch utilis: nützlich), Theorie der Ethik, des Rechtes und der Sozialphilosophie. Nach der Lehre des Utilitarismus kann eine Handlung dann als ethisch gut beurteilt werden, wenn sie für das Glück der meisten Menschen förderlich oder "nützlich" ist. Nützlich ist, was zum lustbetonten, befriedigten und glücklichen Leben eines Menschen beiträgt.

Der Utilitarismus darf nicht mit einer hedonistischen Ethik (die ethische Grundposition in der Philosophie, die den größtmöglichen Gewinn an Lust als erstrangig erstrebenswert ansieht. Zur Erreichung dieses Zieles kommt es darauf an, Unlust und Schmerz zu vermeiden.) verwechselt werden.

Die Schwierigkeit liegt jedoch darin herauszufinden was den Menschen nutzt, vor allem dann, wenn ein kurzfristiger Nutzen langfristigen Schaden anrichten kann. Ein weiteres Problem stellt sich in der Frage inwieweit das Allgemeinwohl die Interessen von Einzelnen missachten kann oder soll.  (Beispiel: Energieproduktion, nützt der Bev. aber schadet der Umwelt)



Zwei Formen des Utilitarismus:

1. radikaler Handlungsutilitarismus: Für den Handlungsutilitaristen ist eine Handlung sittlich gut, wenn die tatsächlichen Folgen dieser Handlung zum allgemeinen und individuellen Wohl beitragen (Bespiel: Mülltrennung)

2. Regelutilitarismus: Für den ist eine Handlung dann sittlich gut, wenn die allgemeine Regel, nach der der Einzelne handelt, im allgemeinen nützlich ist (Beispiel)

Der Handlungsutilitarist müsste sich dann also immer fragen, wem und wie vielen nützt oder schadet meine Handlungsweise; der Regelutilitarist, was wäre, wenn alle so handelten wie ich jetzt handeln will.

 

Jeremias Bentham

wurde am 15. Februar 1748 geboren und erwies sich schon bald als rechter Wunderknabe. Bereits im Alter von drei Jahren las er schwierige Abhandlungen, mit fünf spielte er Geige, ein Jahr später lernte er Latein und Französisch. Mit zwölf Jahren begann er, in Oxford Jura zu studieren. Er entwarf eine umfassende Reform des Rechtssystems sowie eine allgemeine Theorie über Recht und Moral. Bantham war es, der den viel zitierten Satz prägte nach dem "das höchste Ziel menschlichen Handelns das größtmögliche Glück der größtmöglichen Anzahl sei. Das was dem Menschen am meisten nützt, und zwar wenn möglich allen Menschen, soll also das Gute sein. Erstrebenswert sind Handlungen, die den individuellen und allgemeinen Nutzen befördern oder zumindest nicht verhindern." Bentham starb am 6. Juni 1832 in London. Auf eigenen Wunsch wurde sein Leichnam vor den Augen seiner Freunde seziert. Sein mit einem Wachskopf (der echte Schädel wurde mumifiziert) versehenes, völlig bekleidetes Skelett steht noch heute in einer Glasvitrine des Londoner University College, das Bentham mitbegründete.

John Stuart Mill

Mill wurde am 20. Mai 1806 in London geboren und erhielt von seinem Vater eine ungewöhnlich frühe und breite Ausbildung. Bereits im Alter von drei Jahren begann er Griechisch zu lernen. Mit 17 Jahren hatte er fortgeschrittene Kurse in griechischer Literatur und Philosophie, Chemie, Botanik, Psychologie und Recht abgeschlossen.

Mill schätzt geistige Bedürfnisse höher ein als physische, es kann auch nützlich sein und glücklich machen, auf die Befriedigung bestimmter Bedürfnisse überhaupt zu verzichten. "Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein, als ein zufrieden gestelltes Schwein, es ist besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr"




Mill war sich bewusst, dass zum Glück des Menschen ein Wissen um Möglichkeiten gehört, auch dann, wenn diese Möglichkeiten nicht, oder noch nicht realisierbar sind.

Text aus "Der Utilitarismus"

Unter "Glück" versteht Mill die Lust des Freiseins von Unlust, unter "Unglück" Unlust und das Fehlen von Lust. Um das zu verstehen muss jedoch geklärt werden, was die Begriffe Lust und Unlust einschließen. Nichts desto Trotz meint Mill, dass Lust und Freisein von Unlust die einzigen Dinge sind, die als Endzweck wünschenswert sind und alle anderen wünschenswerte Dinge nur deshalb wünschenswert sind, weil sie entweder selbst lustvoll oder sie Mittel zur Beförderung von Lust und Vermeidung von Unlust sind.

Bei vielen Menschen stößt eine solche Lebensauffassung jedoch auf Abneigung. Der Gedanke, dass das Leben keinen höheren Zweck habe als die Lust, kein besseres oder edleres Ziel des Wollens und Strebens erscheint niedrig und gemein. Immerhin würde es bedeuten, dass Menschen keiner anderen Lust fähig sind als der der Schweine. Und wenn die Quellen der Lust für Menschen und Schweine die selben wären, müssten die Lebensregeln ebenfalls gleich sein.

Mill unterscheidet auch verschiedene "Arten" von Freude: von zwei Freuden ist diejenige die wünschenswerte, die von allen oder nahezu allen, die beide erfahren haben, ungeachtet des Gefühls, eine von beiden aus moralischen Gründen vorziehen zu müssen, entschieden bevorzugt wird.

"Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedengestelltes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr. Und wenn der Narr oder das Schwein anderer Ansicht sind, dann deshalb, weil sie nur die eine Seite der Angelegenheit kennen. Die andere Partei hingegen kenn beide Seiten".

Der einzige Beweis dafür, dass ein Gegenstand sichtbar ist, ist, dass man ihn tatsächlich sieht. Der einzige Beweis dafür, dass ein Ton hörbar ist, ist, dass man ihn hört. Ebenso wie der einzige Beweis dafür, dass etwas wünschenswert ist, der ist, dass die Menschen es tatsächlich wünschen.

Mill sagt, dass das Glück ein Gut ist und das allgemeine Glück ein Gut für die Gesamtheit der Menschen ist. Damit ist das Glück einer der Zustände des Handelns und daher eines der Kriterien der Moral.










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