„Aufklärung
ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“*
Allgemeines:
Zeitalter der Aufklärung – Beginn der
modernen Zeit
Es gab ca. 1750 Strömungen, die anders
hießen, aber von Grund auf das gleiche bedeuteten
Beginn der Aufklärung: England (Empirismus)
Frankreich
(Rationalismus)
Grundsätze der Aufklärung:
Hinwendung zum Diesseits, positives
Menschenbild, Gleichheit aller Menschen, Einforderung der Menschenrechte,
Religionskritik
Am Ende der Aufklärung entwickelten sich
Sturm und Drang, Romantik und Neuhumanismus
Literatur in der Aufklärung:
Das Volk hatte genug von höfischer Literatur, welche durch
Volksferne, Realitätsverlust und Motivarmut gekennzeichnet war, und es wurden
literarische Gesellschaften gegründet.
Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung
konnte lesen, und die die lesen konnten, lasen nur die Bibel und andere
religiöse Schriften. So mussten die Schriftsteller erst die Bevölkerung dazu
bewegen die „schöne Literatur“ zu lesen.
Die neue Stellung des Schriftstellers:
Da die Schriftsteller nun nicht mehr an den Höfen mit festem
Gehalt arbeiteten, konnten sie zwar frei schreiben, doch sie mussten sich auch
selbst finanzieren. Die meisten, auch populäre Schriftsteller, wie Lessing,
Gottsched, mussten durch Nebeneinkünfte ihre Kosten für Schreibutensilien
selbst decken, und darum schrieben sie Trivialliteratur für Wochenzeitschriften.
Doch die geistige Freiheit hatte dort
ihre Grenzen, wo sich Staat und Kirche bedroht fühlten, und die Werke
zensurieren ließen.
Deshalb schrieben die Schriftsteller
nicht mehr offen über ihre Meinung, sondern packten sie in Geschichten,
Gedichte oder Theaterstücke. (siehe G.E. Lessing „Nathan der Weise“)
Entstehung des literarischen Buchmarktes:
Die Wochenzeitschriften spielten hier
eine sehr große Rolle, sie waren sehr wichtig für die Bildung der bürgerlichen
Öffentlichkeit, sie verbreiteten das aufklärerische Gedankengut. Durch den
raschen Anstieg der Buchproduktion wurde es unumgänglich den Buchmarkt zu
reformieren, es entstanden das moderne Verlagswesen und der moderne Buchhandel.
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Einige Schriftsteller und Dichter der
Aufklärung:
Georg Christoph Lichtenberg, Friedrich
Maximilian Klinger, Johann Gottfried Seume, Immanuel Kant, Gotthold Ephraim
Lessing, Johann Gottfried Gottsched, Georg Forster, C.M. Wieland, J.G.
Klopstock
Gotthold Ephraim
Lessing:“Bürgerliches Trauerspiel”,„Nathan
der Weise“
Er wollte mit seinen Schriftstücken Gefühle im
Menschen wecken, und war einer der schärfsten Kritiker Gottscheds, der mit
seinen Werken moralisch belehren will.
Johann Christoph
Gottsched:„Versuch
einer Critischen Dichtkunst vor (=für) die Deutschen“
Gottsched möchte das Theater und die Literatur für die
erzieherischen Zwecke der Aufklärung verwenden. Er übersetzte auch sehr viel
aus dem Englischen und dem Französischen („Sterbender Cato“).