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Historisches Drama Konig Ottokars Gluck und Ende




Historisches Drama / König Ottokars Glück und Ende

Geschichtlicher Hintergrund

1246       Friedrich II d. Streitbare fällt in der Schlacht an der Leitha gegen die Ungarn à Aussterben der Babenberger, ihre Länder werden zum Zankapfel zwischen Böhmen und Ungarn

1253       Ottokar heiratet Margarethe von Österreich (Schwester Friedrichs II) und erhält damit die österreich. Länder. Bela, König von Ungarn, erhält die Stmk.



1260       Ottokar besiegt Bela auf dem Marchfeld (Kroissenbrunn) und erhält die Stmk.

Ottokar trennt sich von Margarethe (kinderlos) und heiratet Kunigunde (Enkelin Kg. Belas)

1269       Ottokar erbt Kärnten und Krain à Herrschaftsgebiet von Sudetenland bis an die Adria

1273       Rudolf I von Habsburg wird zum dt. König gewählt - Ottokar verweigert Anerkennung und erscheint 1274 nicht am Reichstag in Nürnberg à Reichsacht über Ottokar, Kriegserklärung, Belagerung Wiens

1276       Friede von Wien: Rudolf I belehnt Ottokar mit Böhmen und Mähren

1277       1277 Ottokar widerruft den Frieden von Wien

1278       Niederlage und Tod Ottokars bei Dürnkrut und Jedenspeigen an der March




Darstellung Grillparzers:

Grillparzer hat am tatsächlichen geschichtlichen Verlauf nicht viel geändert, er hat das Ganze jedoch nur gestrafft (20 Jahre werden in Handlungen von wenigen Monaten zusammengefaßt) dargestellt. Das Interesse liegt dabei aber zum Großteil an den Charakteren der Hauptpersonen.

Anregung

Grillparzer wollte eigentlich ein Drama über Napoleons Leben schreiben. Aus Angst vor der Zensur wählte er stattdessen Ottokar, der Napoleon sehr ähnlich war. Beide waren tatkräftige Personen und Eroberer mit einem Beigeschmack von Härte und Tyrannerei. Bei beiden bildeten die Trennung ihrer ersten Ehen und die zweite Heirat den Wendepunkt ihres Schicksals.

Ahnliche Werke:

Der Bruderzwist in Habsburg (Grillparzer), Wallenstein von Schiller. Diese Werke befassen sich ebenfalls mit geschichtlichen Ereignissen.

Interpretation "König Ottokars Glück und Ende":

König Ottokar ist von seine Erfolgen dermaßen beflügelt, dass er die Realität nicht mehr richtig wahrnimmt. Durch seine vermeintliche Größe verliert er die Fähigkeit einzelne Menschen zu achten und er behandelt sie wie Spielfiguren. Aus diesen Gründen kommt es durch die Verkettung der Rache vieler, zum Fall Ottokars. Margarethe spielt in dem Stück das Gewissen Ottokars und läßt ihn am Schluß durch ihren Tod zur Reue und Einkehr kommen. Rudolf von Habsburg bildet das Gegenbild Ottokars. Er ist aufrecht und ruhig und macht den Eindruck eines gerechten Führers.

Das Stück zeigt einem, dass man trotz großen Erfolgs immer am Boden der Realität bleiben soll. Auch sollte der Aufstieg der eigenen Person nicht zum Abwerten anderer Personen führen.










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