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Auf der Eisenbahnbrucke - Robert Comier




              Auf der Eisenbahnbrücke                                                                                                                                                                                

Der Autor:

                                               Robert Comier schreibt seit seinem 7. Schuljahr. " Ich kann                                                mich nicht erinnern, dem Schreiben widerstanden zu haben,                                                       wenn ein Blatt Papier in der Nähe war". Robert Cormier ist                                                in der Kleinstadt Leominster im US-Staat Massachusetts ge-                                               boren. Er hat nie woanders gelebt und kann sich das auch                                                nicht vorstellen. Cormier ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder: "Die Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern war die schönste meines Lebens".



Er erlebte eine harte Jugend und verwirklichte seinen Traum, Journalist zu werden. So arbeitete er 30 Jahre lang als erfolgreicher Journalist und Reporter, wurde vielfach ausgezeichnet und kam durch diese Arbeit auch an den Stoff für seine Bücher. Als 1979 "Der Schokoladenkrieg" in den USA erschien, wurde der bis dahin fast unbekannte Autor auf einen Schlag berühmt. Immer wieder tauchen in  seinen Büchern Jugendliche auf, die sich in Extremsituationen bewähren müssen. Cormier will zeigen, daß Erfolg kein Geschenk ist. Jeder muß etwas tun, damit er sich durchsetzt.

"Das Thema Einschüchterung  interessiert mich besonders", sagte er in einem Interview, "und die Art und Weise wie Menschen andere Menschen beeinflussen".[1] 

Inhaltsangabe: An einem heißen Sommertag entführen vier Terroristen einen Bus mit Kindern: Artkin, der vierzigjährige Anführer. Miro ,ein sechzehnjähriger Waisenjunge, der  8 Jahre lang eine Untergrundschule  für Freiheitskämpfer besucht hat und nun von Artkin seinen ersten Mordauftrag ,die Busfahrerin zu ermorden, erhalten hat. Stroll, der nie viel redet, dafür aber sehr gut Auto fahren kann und Antibbe, der "Leibwächter" der Terroristengruppe.

Als  sie den Bus mit den Kindern auf eine Eisenbahnbrücke gebracht haben, und die Kinder mit drogenhaltigen Süßigkeiten betäubt haben, stellen sie folgende Forderungen: 1. Die Freilassung zwölf politischer Gefangener

2. Zehn Millionen Dollar

 3. Daß ein Geheimbund ,des amerikanischen Staats, "Inner Delta" ,der auf der ganzen Welt arbeitet, aufgelöst wird. Außerdem  schreiben sie, daß für jeden von ihnen, der ermordet  wird, ein Kind umgebracht wird.

Miro will seinen Auftrag erfüllen und die Busfahrerin umbringen. Doch da passiert ein Zwischenfall: ein Kind stirbt an einer Überdosis Drogen. Sie übergeben es der Polizei, die inzwischen rund um die Brücke Posten bezogen hat. Wegen diesem unerwarteten Ereignis beschließt Artkin mit dem Mord an der Busfahrerin noch zu warten, da diese ihnen noch bei der "Betreuung" der Kinder behilflich sein kann. Als Miro den Bus, verläßt, um Luft zu schnappen , ergreift die Busfahrerin Kate Forrester ihre Möglichkeit, startet mit einem Ersatzschlüssel den Motor, reißt die Klebebänder von der Scheibe, legt den Rückwärtsgang ein und gibt Vollgas. Doch der Motor hält die hohe Beschleunigung nicht aus und wird abgewürgt. Als Miro, Kate dazu zwingen will, die Bustüren zu öffnen, vernimmt er einen Knall und sieht Antibbe tot am Boden liegen . Kate ist so aufgelöst, daß sie ohne großen Widerstand die Türen öffnet .

Artkin bekommt zwar sofort die Nachricht , daß einem der Scharfschützen die Nerven durchgegangen sind, doch  Artkin beschließt trotzdem ein Kind umzubringen ,um Aufsehen bei der Bevölkerung zu erregen und Respekt bei der Polizei zu bekommen. Kaum haben sie das Kind getötet, erhalten sie über Funk die Nachricht, daß Sedeete, der Führer der Freiheitsbewegung in Nordamerika, festgenommen worden ist. Um dies zu beweisen, verlangt Artkin einen Stein aus dem Hotelzimmer Sedeetes, der von einem Boten überbracht werden soll.

Als Bote wählt der General von Inner Delta seinen vierzehnjährigen Sohn Ben au

 Dieser behauptet jedoch, nichts zu wissen. 32 Sekunden nachdem sie ihm die Daumenschrauben angelegt haben, sagt er alles, was er weiß: Um neun Uhr dreißig planen sie einen Angriff durch ein Sonderkommando. Obwohl der Junge beteuert, nichts mehr zu wissen, werden ihm nochmals die Daumenschrauben angelegt. Doch da er wirklich nichts mehr weiß, fällt er nach ein paar Sekunden in Ohnmacht und Artkin glaubt ihm. Doch auch der Geheimdienst hat dies durch eine von einem Scharfschützen angebrachte Anlage mitgehört. Ohne Vorwarnung kommt der Angriff um acht Uhr fünfunddreißig.

Artkin und Stroll werden erschossen. Miro nimmt sich Kate als Geisel und flüchtet unbemerkt in den Wald. Während Kate ihn davon überzeugen will, daß er mit seinem verletztem Bein nicht weit kommt, erschießt er sie kurzerhand und kann mit einem geklauten Auto flüchten.

 Die Kinder werden erfolgreich befreit. Doch Ben bekommt noch kurz vor Artkins Tod von ihm eine Kugel durch die Brust geschossen. So liegt er wochenlang im Koma, überlebt aber schlußendlich doch noch . Sein Vater bringt ihn in ein Internat in Pompey/New Hampshire, wo er die ganze Sache vergessen soll. Aber Ben schafft es nicht,  darüber hinweg zu kommen, und als der Vater seinen Sohn das erste Mal seit diesem schrecklichen Ereignis  wiedersehen will, springt Ben von einer Brücke und ist tot.   

Meine Meinung :Insgesamt  hat  mir das Buch sehr gut gefallen. Ich fand es gut wie, der Autor die Ereignisse aus wechselnder Sicht schildert. Denn so erfährt man genau, wie die einzelnen Personen die Situation einschätzen und was sie denken. Dies fehlt mir oft bei anderen Büchern. Ich konnte mir so ein viel genaueres Bild machen.

Der Autor hat die Personen auch sehr gut ausgewählt und sie glaubhaft beschrieben. In diesem Buch wurde zuerst jede einzelne Person charakterisiert was einem das Lesen sehr erleichtert hat.  Für mich war jedoch der Grund, daß Ben sich wegen  Verrat an seinem Vaterland umbringt, nicht einleuchtend. Es war ja kein Verrat in dem Sinn gewesen, da der Geheimdienst es ja durch die Anlage mithören, und so den Reinfall verhindern konnte.




Ich fand es auch sehr interessant " mitzuerleben", wie der Bus entführt wurde und zu erfahren, wie sich die einzelnen Personen in dieser Lage verhalten Die Stelle, wo ein Junge sagt, er darf keine Schokolade essen, weil das die Zähne kaputtmacht und dann deswegen als Opfer ausgewählt wird, finde ich besonders gut, weil darin gezeigt wird, wie in so einer Lage erzieherische Maßnahmen völlig zu Grunde gehen.                  Hier noch ein Zitat zu dieser Stelle:

Artkin beugte sich über Kate.

"Der Junge", sagte er. "Wie war sein Name?".

"Welcher Junge"

"Der Junge der keine Schokolade gegessen hat, der kleine dicke Junge."

Kate versuchte zu protestieren. Versuchte zu sagen : O nein !Aber die Worte erstickten in ihr und sie brachte keinen Ton heraus.

"Sein Name?" Artkins Stimme in ihrem Ohr.

Sie konnte seinen Namen nicht sagen. Sie würde ihn nicht sagen. Vielleicht konnte sie ihn auf diese Weise retten.

Aber Artkin wandte sich von ihr , machte die Taschenlampe wieder an und suchte die Gesichter der Kinder ab. "Ah, kleiner Bursche. Da bist du. Wie heißt du ?"

"Raymond."

" Nein." sagte Kate. Sie hatte das Gefühl, sie würde schreien, aber das Wort fiel ihr nur so aus ihrem Mund. Sie nahm sich zusammen und schrie :"Das können sie nicht!"

"Komm, Raimund, wir steigen jetzt aus und gehen ein Stück. Hast du nicht schon genug von dem Bus, Raimund? Du warst schon so lang hier drin."

"Gehen wir heim?"

"Bald. Du wirst bald nach Hause kommen. Zuerst müssen wir aussteigen. Der Morgen ist da. Die Luft ist frisch."

Artkins sanfte, scheußliche Stimme.

Kate spürte etwas an ihrem Bein. Sie öffnete die Augen. Da stand Raymond und sah sie an, sein Gesicht verquollen und müde.

"Der Mann will, daß ich mit ihm aussteige. Ist das in Ordnung?" fragte  er. Seine Lippen zitterten. "Ich will nach Hause."

Nein. Das durfte nicht passieren. Das konnte sie nicht zulassen.

Sie zwang sich aufzustehen und stand vor Artkin.

"Nein", sagte sie. "Das können Sie nicht tun."

"Miro ", sagte Artkin.

Und Miro war schnell bei dem Mädchen, packte sie und hielt sie fest an sich gepreßt, so daß er ihren Schweiß und den Hauch von Parfum riechen konnte, der immer noch an ihr hing.

"Bitte", sagte sie und versuchte sich freizumachen.

Artkins Gesicht war ihr nun ganz nah. "Sie machen alles nur schlimmer für das Kind, Miss."

                                              

 

                                                                                

 

                                                 



[1] Aus "Auf der Eisenbahnbrücke" von Robert Comier  S.4










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