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Pieter Bruegel

Pieter Bruegel



Er wird der 'Bauernbruegel' genannt, da er in seinen Bildern meist die Welt und das Leben der Bauern dargestellt hat. Sein Geburtsdatum ist nicht genau bekannt, er wurde um 1528/1530 bei Breda in den Niederlanden geboren. Als er Anfang zwanzig war begann er durch Frankreich und Italien zu reisen. Die dort erhaltenen Eindrücke über die Alpenwelt verarbeitete er in seinen folgenden Zeichnungen. 1563 übersiedelte er dann nach Brüssel und heiratete die Tochter seines Lehrers. Seine beiden Söhne Jan und Pieter der Jüngere, sowie Jans Sohn und dessen Sohn malten ebenfalls, doch keiner von ihnen war so erfolgreich wie ihr Pieter Bruegel der Altere. Denn er hatte seine eigenen ganz speziellen Bilder, die für die damalige Zeit einzigartig waren. Er hatte zwar Vorbilder wie Hieronymus Bosch, der die scharf realistische Sicht mit dem Grotesken und Satirischen verbindet, oder Joachim Patinir mit seinen 'Weltlandschaften', trotzdem konnte er seinen eigenen Stil entwickeln. Mensch und Tier, Landschaften und Jahreszeiten konnte Bruegel mit der tiefer Einfühlung wiedergegeben. Er war ein gebildeter und weitgereister Mann der schon immer an der Schlichtheit und Einfachheit der Natur Gefallen fand. Zu dieser Einfachheit gehören auch die Bauern. Ganz im Gegensatz zu den nachfolgenden Bauernmalern, stellt Bruegel sie nicht als dümmlich, tolpatschig und belustigend dar. Er zeigt sie in einem sehr positivem Licht, als triebkräftige, urwüchsige Menschen.




Berühmt sind seine Schilderungen des bäuerlichen Lebens in seinen 'Monatsbildern'. Die 1565 gemalte Folge von sechs Bildern , von denen noch fünf erhalten sind, die den Wandel der Jahreszeiten und die mit ihnen verbundenen bäuerlichen Tätigkeiten in der freien Natur schildern, stellt nicht nur den Höhepunkt Bruegels malerischem Kariere dar, sondern bildet gleichzeitig den Abschluß der Entwicklung des Kalenders. Er ging vom älteren Konzept einer Teilung des Jahres in sechs Zeiten aus. Die Serie beginnt mit dem Vorfrühling (Düsterer Tag). Das nächste, bereits seit dem 17. Jahrhundert verlorene Bild, stellt den Frühling dar; dann folgen die Heuernte (Frühsommer) und die Kornernte (Spätsommer), abgeschlossen wird die Serie von der Heimkehr der Herde (Herbst) und den Jägern im Schnee (Winter). Jede Darstellung bildet ein für sich abgeschlossenes Bild und steht gleichzeitig im Zusammenhang der Gesamtfolge, die ebenfalls von Braunschwarz bis Weiß  zu einer farbigen Ordnung reiht.


Sein vielleicht berühmtestes Bild ist die 'Bauernhochzeit'. Dieses Bild, das er 1569 malte, brachte ihm seinen Beinamen 'Bauernbruegel' ein. Es zeigt eine Hochzeitsgesellschaft, die sich in einer Scheune zusammengefunden hat. Die Braut sitzt alleine in der Mitte der Hochzeitstafel. Das erklärt sich durch einen niederländischen Brauch, der besagt, dass der Bräutigam das Essen auftragen muss. Wahrscheinlich ist er also einer der Beiden Burschen die auf einer ausgehängten Türe die Suppe hereinbringen. Ganz typisch für Bruegels Werke ist, dass man in den Bildern immer wieder Ausschnitte entdeckt, die für sich selbst ein Bild darstellen, wie zum Beispiel hier in der Ecke der Junge, der einen Teller ausschleckt. Die Menschen hier sind treffend dargestellt ohne sich über sie lustig zu machen. Es ist sogar anzunehmen, dass der Herr ganz rechts im Bild Bruegel selbst sein soll.


Ein weiteres Bild von ihm ist 'Bauer und Vogeldieb'. Im Hintergrund ist eine sehr schön gemalte Landschaft dehnt zu sehen: Wiesen, Felder und ein Bauernhof mit Pferden in der Ferne, ein Bach mit Bäumen im Vordergrund . Kein anderes Bild Bruegels gibt die holländischer Landschaften des 17.Jahrhunderts so gut wieder. Doch dies ist nur der Rahmen für das eigentliche Geschehen, dessen Bedeutung wir nicht mehr kennen. Ein Bauer kommt nah an den Bildrand heran, schaut den Betrachter an und deutet auf einen Jungen, der auf einen Baum klettert und ein Vogelnest plündert. Was will er uns damit zeigen, dass es nicht richtig ist, dass der Junge das Nest plündert oder dass der Junge vielleicht gleich herunter fallen wird. Doch dabei merkt er nicht, dass er selbst beim nächsten Schritt in den Bach stürzen wird. Wie so oft bei Bruegels Darstellungen ist hier ein Sprichwortes gemeint, doch da wir dieses heute nicht mehr kennen, bleibt die Bedeutung des Bildes unbekannt. 


Bruegel malte auch biblische Szenen, wie 1563, den 'Turmbau von Babel'. Das Bild basiert auf dem Buch Genesis. Im Zusammenhang mit der Sintflut wollen die Menschen den Turm von Babel bauen, nicht nur aus Sorge vor einer neuerlichen Flut, sondern vor allem 'um sich einen Namen zu machen'. Als Strafe Gottes erfolgte die babylonische Sprachverwirrung, so daß keiner mehr den anderen verstehen konnte und der Bau unvollendet blieb. Bruegel verstärkte diese moralisierende Grundbedeutung von der Bestrafung des menschlichen Hochmuts, durch die realistische Auffassung des Bildvorwurfs, die das Unternehmen zwar möglich erscheinen läßt, zugleich aber seine Undurchführbarkeit vor Augen führt. Auf den ersten Blick wirkt der Turm äußerst solide, er steht auf breiter Basis, ein Felsmassiv bildet den Kern, seine Größe wird durch die zwergenhaft kleinen Häuser der umgebenden Stadt und das Gewimmel der vielen winzigen Figuren recht deutlich. Beim näheren Hinsehen zeigt sich nicht nur die Planlosigkeit der Arbeiten, alle arbeiten nebeneinander und in der Mitte sind noch unvollendeten Teilen, sondern auch das undurchführbare Konzept des Bauwerks. Der ganze Turm steht schief. Der Bau ist absichtlich als unmöglich und damit unvollendbar dargestellt, zeigt das aber erst nach und nach.







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