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FRÜHE SCHRIFTTRÄGER

FRÜHE SCHRIFTTRÄGER

Tierhäute, ungegerbtes, mit Kalk behandeltes Fell von Schaf, Ziege oder Esel wurde im Mittelalter zum wichtigsten Schriftträger des europäischen Kulturkreises.

Die älteste mesopotamische Bilderschrift wandelte sich durch Einritzen und Eindrücken der Bildsymbole in feuchten Ton zur Keilschrift, die in allen Hochkulturen des Alten Orients bekannt war. Auch die kretische Bilderschrift entwickelte sich zur Symbolschrift und wurde auf Tontafeln eingeritzt.

 

Die ältesten Bildschriftzeichen sind Felsmalereien aus der Zeit um 13.000 v.Chr. Auf Knochen, MuscheIn, Elfenbein und Jade wurden Bilder und Zeichen geritzt. Später dienten Kalkstein, Holz, Ton-, Metall- und Wachstafeln als Trägermaterial. In China entdeckte man Panzer von Schildkröten, in die um 1.700 v.Chr. Schriftzeichen geritzt worden waren.

Die Verarbeitung von meist leicht beschaffbaren Pflanzenfasern zu einem blattartigen Schreibmaterial führte zu den ersten Vorläufern des Papiers.



ARBEITSVORGANG

Bis zum Beginn des 19.Jahrhunderts blieben die von den ersten europäischen Papiermachern übernommenen Herstellungsmethoden ziemlich unverändert. In einer Papiermühle gab es den Mühlenmeister, der diese Kunst von A bis Z beherrschte. Schöpfer, Gautscher, Ableger und Leimer waren Spezialberufe, in denen man als Geselle oder Lehrling arbeitete.

Nach der Zerfaserung wurde der Faserbrei in einen großen runden Holzbottich, die Bütte, gebracht und mit Wasser so weit verdünnt, dass der Faseranteil nur wenige Prozent betrug. Später wurden Schöpfbütten aus Stein oder Eisen angefertigt. Im Laufe der Zeit fand man heraus, dass durch Erwärmen des Papierbreies in der Bütte ein rascheres Abfließen des Wassers beim Schöpfvorgang und damit eine Steigerung der Produktion erreicht werden konnte.

DONKIN - MASCHINE 1820

MECHANISIERUNG

 

BisEnde des 18.Jahrhunderts wurde das gesamte Papier von Hand hergestellt. Die Qualität dieser Papiere war sehr hoch. Einen grundlegenden Wandel brachte die Erfindung des Franzosen Nicholas-Louis Robert, der die erste Langsieb-Papiermaschine baute und damit die Epoche der maschinellen Papierfabrikation einleitete.

1798 war der Prototyp einer derartigen Maschine fertiggestellt. Für diese Erfindung erhielt er am 18.Jänner 1799 das Patent

Wenn es sich um Schreibpapier handelt, muss es nach dem Trocknen noch geleimt werden. Zum Leimen wird Tierleim (Gelatine), oft zusätzlich mit Alaun vermischt, verwendet.


Noch in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts entstanden in einer Papiermühle pro Arbeitstag (etwa 13 Stunden) um die 3000 bis 4500 Bogern handgeschöpften Papiers. Diese Papiere hatten weiß, dünn und gleichmäßig zu sein.

Mit einer Handschöpfform, einem rechteckigen Holzrahmen, auf dem ein Metalldrahtsieb befestigt war, wurde das Batt geschöpft. Das Schöpfsieb war ein feinmaschiges Metallgewebe, welches das Wasser in die Bütte zurücklaufen ließ, die Fasern jedoch festhielt, wodurch sich auf dem Sieb das nasse Papierblatt bildete.

 
Die Maschine bestand in der Hauptsache aus zwei in gleicher Richtung drehbaren Walzen, um die ein endloses Sieb lief. Es wurde eine Tageserzeugung von ca. 100 kg bei einer Siebbreite von 64 cm und 5 m/min Arbeitsgeschwindigkeit erreicht.
Diese Papiermaschine wurde dann ständig weiterentwickelt. Um 1827 enthielt sie schon alle wesentlichen Merkmale unserer modernen Papiermaschine: : Stoffauflauf, Sieb-, Pressen- und Trockenpartie, Glättwerk, Aufrollung
Ab etwa 1825 entwickelte sich in Europa und in den Vereinigten Staaten die Industrialisierung der Papierproduktion in rasantem Tempo. Bis zur Mitte des 19.Jahrhundertst sind alle Produktionsschritte von der Aufbereitung der Lumpen bis zur Verpackung des fertigen Papiers mechanisiert worden.

Eine weitere umwälzende Erfindung für die Papierherstellung wurde im Jahre 1806 gemacht. Der deutsche Papiermacher Moritz Friedrich Illig erfand die Leimung des Papierstoffes in der Masse (Masseleimung) mittels Harz und Alaun als Ersatz für die Oberflächenleimung mit tierischem Leim. Diese Erfindung war von großer Bedeutung für die Entwicklung beschreibbarer Papiere bei der maschinellen Papierfabrikation.
 
In den Grundelementen ist diese Technik zur Herstellung von Papier bis heute unverändert geblieben: Aufbereitung der Fasern, Entwässerung auf einem Sieb, Pressen und Trocknen, wenn sich auch die Methoden gewaltig verändert haben

WASSERZEICHEN

Ein Wasserzeichen ist ein hellerer Bereich in einem Papierbogen, meist ein Bild- oder Schriftzeichen, welcher nur in der Durchsicht (wenn man den Bogen gegen das Licht hält) klar erkennbar ist. Es handelt sich dabei um den Abdruck zu einem Muster gebogener Drähte, welche auf dem Schöpfsieb aufgenäht sind. Sie bewirken in der Stoffschicht Verdünnungen, die im durchfallenden Licht als hellere Linien erscheinen.

Der ursprüngliche Sinn der Wasserzeichen ist nicht bekannt. Eine der vielen Theorien besagt, dass sie vermutlich zur Kennzeichnung der Formen für die des Schreibens nicht kundigen Papiermacher dienten. Wasserzeichen hatten im Mittelalter vielseitige Bedeutung: sie dienten als Erkennungszeichen einzelner Papierfabriken, auch als Formatzeichen oder Zunftzeichen. Noch heute werden Wasserzeichen verwendet: für exklusive Schreib- und Briefpapiere und als Sicherheitsmarken für Banknoten, Aktien und Reisepässe.

Unechtes Wasserzeichen
Da die Anfertigung eines Wasserzeichen-Egoutteurs sehr aufwendig und teuer ist, wurde mit dem Molette-Wasserzeichen (= mit Stempel in Papier eingepresst und kann durch Befeuchtung wieder entfernt werden) eine kostengünstige Alternative gefunden.
Weitere unechte Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack, speziellen Chemikalien, oder durch Prägen.


Die Erfindung der Papiermaschine benötigte eine neue Technik, um Wasserzeichen in die endlose Papierbahn einzubringen. Im Jahre 1827 wurde von T.G. Marshall in London die Wasserzeichenwalze (Egoutteur) erfunden. Das Egoutteur-Wasserzeichen wird auf der Siebpartie der Papiermaschine mit Hilfe des mit einem Metallsieb überzogenen Egoutteurs erzeugt. Die Schriftzüge oder Bilder sind auf dem Egoutteursieb aufgelötet oder das Sieb ist entsprechend geprägt. Durch Eindrücken in das noch feuchte Faservlies ergeben sich dünnere Stellen, die in der Durchsicht als Wasserzeichen erkennbar werden.











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