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Das Nibelungenlied



Das Nibelungenlied

 

In der Halle der Burg zu Worms am Rhein sitzen die Burgunderkönige mit ihrer schönen blonden Schwester Kriemhild und dem Ritter Hagen von Tronje vor dem offenen Kamin. Draußen tobt der Sturm und König Gunther bittet den Spielmann Volker, ihren ein Lied von schönen Tagen zu singen. Der Feuerschein erhellt die Gesichter der anwesenden Personen. König Gunther ist besorgt, böse Vorahnungen beunruhigen ihn. Der Ostwind scheint ihm kommendes Unheil anzukündigen.

Zunächst stimmt der Spielmann eine bekannte Weise an, welche die angespannte Stimmung auflockern soll, aber Kriemhild bittet ihn unter Tränen, ein anderes Lied vorzutragen, denn die Weise vom eingefangenen und gezähmten Falken erinnert sie an ihre unglückliche Liebe zu Siegfried, die durch einen grausamen Morde ein Ende fand.

Das zweite Lied Volkers handelt vom Odenwald, aber wieder bittet Kriemhild den Spielmann weinend aufzuhören. Es war nämlich in diesem Wald, wo Hagen ihren Mann Siegfried brutal hinterrücks ermordete.


Alsbald hebt Herr Volker zum dritten Mal zu singen an, ein schauriges, bedeutungsschweres Lied von Hass und Gier, Rache und Mord. Er schließt mit den Worten : 'Weh über mich, weh über euch!' und bei seinem letzten Bogenstrich springen die Saiten der Fiedel. Die anwesenden Könige sind vom Inhalt des Liedes zutiefst entsetzt, nur Kriemhild lacht und sagt, das Lied hätte sie lustig gemacht. Anschließend kniet sie sich zum Kamin und schürt das Feuer. Die Flammen tanzen gespenstisch an den Wänden. Wahrscheinlich hat sie beim Anhören der Ballade schon erste Rachepläne geschmiedet, um den Mördern ihres Gatten die Tat mit gleicher Münze heimzuzahlen.

Die Handlung ist zu einem Zeitpunkt angesetzt, als die Nibelungen noch nicht wissen, welches grausame Schicksal ihnen eines Tages beschieden sein wird. Aber schon jetzt verweisen verschiedene Metaphern auf das tragische Ende, das sie alle in nicht allzu ferner Zeit nehmen werden. Die tiefe Symbolik von Volkers Liedern gewährt ihnen bereits einen kleinen Einblick in ihrer aller düstere Zukunft, hebt den Schleier der scheinbaren Harmonie von ihren Seelen und deckt die düsteren Seiten ihres Charakters auf.

Der Begriff des Feuers und der Flammen zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Gedicht. Und in einer Feuersbrunst wird schließlich alles enden, wenn König Etzels Burg in Flammen aufgeht, nachdem alle Nibelungen dort ein grausames, blutiges Ende gefunden haben.




Ein zweiter Begriff, der immer wiederkehrt, ist der des Blutes. Schon zu Beginn des Gedichts lässt die Autorin durchblicken, dass von Kriemhilds Händen Blut fließen und dass sie für den Tod vieler Menschen Verantwortung tragen wird.

Auch die Gründe für die künftigen Bluttaten werden bereits angedeutet: Gier, Trug, List und Durst nach Rache, der nur durch das Fließen von Blut gestillt werden kann.

Einige Orte, die im Leben der Nibelungen eine große Bedeutung spielen, werden hier bereits heraufbeschworen: der Odenwald, wo Siegfried, Kriemhilds Mann, von Hagens Hand ein grausames Ende fand und die Donau, die am Ende des Nibelungenliedes den Tross der Nibelungen zu ihrem Grab führen wird.

 

 










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