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DER NORDIRLAND-KONFLIKT

DER

NORDIRLAND-KONFLIKT




INHALT



1 Einleitung

2 Historischer Hintergrund




2.1 Großbritannien


2.2 Irland


3 Der Konflikt


4 Lösungsversuche


5 Quellennachweis








1 Einleitung


Nordirland setzt sich aus den 6 Grafschaften Derry, Antrim, Down, Armagh, Fermanagh und Tyrone, sowie der Stadtgrafschaft Belfast zusammen, die sich 1921  für einen Verbleib bei Großbritannien entschieden, nachdem die "grüne Insel" 2 Jahre lang um ihre Unabhängigkeit vom brit. Königshaus gekämpft hatte. So streng wie die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland gezogen wurde, so streng wurden auch die jeweiligen Konfessionen getrennt: Nordirland ist nach brit. Tradition protestantisch, die Republik nach irischer Tradition katholisch (siehe 2 Historischer Hintergrund). In Nordirland leben etwas mehr als 1,5 Mio. Menschen, 38% katholisch, 51% protestantisch. Die Hauptstadt ist Belfast.

In der Spaltung der Insel begründet sich der Bürgerkrieg, der seit 1968 weltweit Schlagzeilen macht. Die nordirischen Katholiken fühlen sich von den Protestanten schlecht behandelt, diskriminiert und verfolgt.  Manche vergleichen ihre Situation mit der der Schwarzen in Südafrika. Das Zentrum der Kämpfe ist Belfast mit dem größten katholischen Bevölkerungsanteil.


2 Historischer Hintergrund


2.1 Großbritannien


Großbritannien stand bis 407 n. Chr. unter röm. Herrschaft, wurde dann eine Zeit lang von  den Angelsachsen und den Normannen beherrscht, bis im Jahre 1154 Heinrich II. an die Macht kam - einer der mächtigsten Könige Europas. Er zwang Schottland und Wales zum Anschluß an das brit. Reich und eroberte wenig später Irland.


Die Reformation

1509 besteigt Heinrich VII. Britanniens Thron. Da er mit seiner Frau Katharina keine Kinder bekam, ließ er sich von ihr scheiden und heiratete seine Geliebte. Die Kirche war damit jedoch nicht einverstanden, was zum Bruch Heinrichs mit dem Katholizismus führte. Er gründete die Anglikanische (=Protestantische) Kirche und machte sich zu ihrem Oberhaupt.

Sein Sohn Eduard VI. trieb die Reformation weiter voran; Maria I. Tudor versuchte jedoch, das Land zur Rückkehr zum katholischen Glauben zu zwingen.


Das Elisabethanische Zeitalter

Unter Elisabeth I. wurde 1559 die Anglikanische Staatskirche gefestigt. Der sich daraus entwickelnde Konflikt mit Schottland, deren katholische Herrscherin Maria Stuart Anspruch auf den englischen Thron erhob, führte 1587 zu deren Enthauptung. Eine weitere Gefahr stellte das streng katholische Spanien dar. Seine Invasionsflotte wurde aber von den Briten vernichtend geschlagen . Nun war der Weg für Englands Aufstieg zur Weltmacht frei.


Irland erklärte sich 1641 für unabhängig, wurde jedoch von Oliver Cromwell 1649/50 wieder unterworfen.


2.2 Irland


Während des 5. Jhs. v. Chr. kamen die Gälen auf die westlichste der brit. Inseln und besetzten diese. Da die Römer keinerlei Interesse an Irland zeigten und sich auf Britannien beschränkten, verliefen die nächsten Jahrhunderte ohne nennenswerte Ereignisse.


Der Heilige Patrick

Zu Beginn des 5. Jhd. n. Chr. wird der röm. Bürger Patrick nach Irland entführt, flieht allerdings einige Jahre später nach Großbritannien und wird dort Priester. Als er 432 nach Irland zurückkehrt, verbreitet er dort das Evangelium und begründet damit die katholischen Kirche auf der Insel. Sein Geburtstag, der 17. März, ist noch heute irischer Nationalfeiertag.


Vereinigung mit England 1541

Das Jahr 1541 markiert eine entscheidende Wende im anglo-irischen Verhältnis. Heinrich VIII. krönt sich zum irischen König und vereint somit die britischen Inseln zu einem Reich. Doch als er den Iren den protestantischen Glauben aufzwingen will, erreicht er nur das Gegenteil - Widerstand und Abneigung der Iren gegen die Briten und ihre Konfession nehmen zu.

Um die Macht auf der Insel zu festigen, begann Großbritannien gezielt, den Norden Irlands zu kolonialisieren. Die gezielte Landvergabe an protestantische, englische Siedler begründete in Nordirland den bis heute andauernden Religionsstreit.




Die Schlacht am Boyne

Jakob II., der in Großbritannien eine pro-katholische Politik betrieb, worauf er nach Frankreich fliehen mußte, versuchte von Irland aus die Macht auf der Hauptinsel zurückzugewinnen. In der Schlacht am Boyne (Ostirland) 1690 unterlag er dem Briten Wilhelm III. von Oranien, was die protestantische Vormachtstellung in Nordirland endgültig festigte.

Der Gegensatz von britisch-protestantisch und irisch-katholisch wurde zur Trennlinie zwischen Herrschenden und Beherrschten, arm und reich.


Streben nach Selbstbestimmung

In Zeiten der Krise (Kriege mit den nordamerikanischen Kolonien und Frankreich) lockerte England den strengen Griff gegenüber Irland. Als das zu Unabhängigkeitsstreben und schießlich zu einem Aufstand führte, kehrte Großbritannien wieder zur Gewaltpolitik zurück.

1801 wird mit dem Act of Union die Vereinigung mit England besiegelt und damit das unabhängige Parlament in Irland abgeschafft. Der Ruf nach einem Home-Rule-Gesetz (einem Gesetz, das ein eigenständiges Parlament in Irland vorsieht) wird immer lauter.


Während der Hungersnot, die auf eine Kartoffelfäule von 1846-1849 folgte und deretwegen eine Massenauswanderung in die USA begann, verschärfte sich die Lage dramatisch. Schließlich waren sogar einige Briten für mehr Unabhängigkeit für Irland. Das Home-Rule-Gesetz setzte sich jedoch nicht durch, da die nordirischen Protestanten um ihre Macht fürchteten.


3 Der Konflikt


3.1 Die Parteien


Katholisch  (Vertreter der Republik Irland)

IRB Die IRB (Irish Republican Brotherhood) wird 1858 von James Stephens in den USA gegründet, wo die

revolutionäre Tradition unter den Auswanderern überlebt hat. Die katholische Kirche in Irland stellt sich gegen die Partei. Im Laufe der folgenden 100 Jahre schließen sich mehrere kleine Gruppierungen der IRB an.


Sinn Féin: Arthur Griffith, ein Journalist gründet 1905 die Partei, deren Name "Wir selbst" bedeutet. Er tritt mit

friedlichen Mitteln für die Selbstbestimmung Irlands ein. Arthur verliert bald an Einfluß und die Partei geht in der IRB auf.


Inzwischen organisiert Thomas Clarke die IRB auch in Irland, doch die Partei hat nun einen rein militärischen Charakter. Die beiden Volksarmeen Irish Volunteers (gegr. 1913) und Irish Citizens Army schließen sich der IRB an. Nach dem Osteraufstand in Dublin (siehe 3.2 Zeitlicher Ablauf) übernehmen die Sinn Féin den Vorsitz der Partei, die ab sofort nur noch Sinn Féin heißt.


IRA: Sinn Féin gründet 1919 die Irish Republican Army. Sie stellt deren militärischen Flügel dar und wird zum

Symbol von Terror und Gewalt im nordirischen Bürgerkrieg.


Im Jahre 1996 existieren als Parteien, die in das Friedensforum (=nordirisches Parlament) gewählt werden können:

Social Democratic and Labour Party (SDLP) - sozialdemokratisch

Sinn Féin (SF) - nationalistisch


Protestantisch (Vertreter Großbritanniens-Nordirlands)

UVF: Die Ulster Volunteer Force geht aus der Union Party in Ulster hervor, die alle Home-Rule-Gegner in einer

Bewegung zusammenfaßt. Nachdem der prot. Rechtsanwalt Carson 1911 deren Vorsitzender wird, gründet

sein Mitstreiter Craig 1913 die UVF, einen militärischen Flügel der Partei. Die Aktivitäten dieser Vereinigung beschränken sich jedoch vorerst auf die Stadt Ulster.


UDA: Die Ulster Defence Association ist eine paramilitärische Gruppe, die sich der UVF anschließt.

Seit den Siebzigern treten diese Parteien in ganz Nordirland für die Rechte der Protestanten ein.


Im Jahre 1996 existieren als Parteien, die in das Friedensforum gewählt werden können:

Ulster Unionist Party (UUP) - konservativ

Democratic Unionist Party (DUP) - extremistisch


Daneben gibt es noch die liberale, bikonfessionelle Alliance Party of Northern Ireland (AP), sowie verschiedene, kleinere Parteien, die nicht namentlich erwähnt sind.


3.2 Zeitlicher Ablauf


Die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen gab es bereits 1912, als das britische Unterhaus erstmals die "Home Rule" zuließ. Daraufhin rüstete sich die UVF, um das Gesetz (auch) mit Waffengewalt zu verhindern. Als Reaktion darauf entschloss sich das katholische Nordirland ebenfalls zu bewaffnetem Widerstand und gründete 1913 die Irish Volunteers. Daneben  gab es erste Anfänge der IRA.


1914 wurde das Home-Rule-Gesetz trotz anhaltender Widerstände parlamentarisch festgelegt, konnte jedoch aufgrund des Ersten Weltkrieges nicht in Kraft treten.


: Mit dem soganannten Osteraufstand beginnt der irische Freiheitskampf im 20. Jhd. Die Irish Volunteers und die Citizen Army erklären Irland zur unabhängigen Republik und können mit ca. 1000 Mann Dublin eine Woche lang gegen die brit. Armee verteidigen, mußten zu guter Letzt allerdings aufgeben. Viele Iren waren gegen diesen Aufstand, da er von vorn herein aussichtslos war. Die Anführer, meist jugendliche Idealisten, wurden hingerichtet, 3000 Personen verhaftet.


: Das britische Parlament entschließt sich zur gesetzlichen Teilung Irlands (Government of Ireland Act). Die nordirischen Protestanten akzeptieren das Gesetz, die Republikaner lehnen es ab.


: Am 11.Juli 1922 wird das erste Waffenstillstandsabkommen in NI unterzeichnet. Sinn Féin erklärt sich mit der Teilung Irlands einverstanden.

Die Republik Irland wird zum Freistaat, während Nordirland ein Teil Großbritanniens bleibt.


: Die ersten Wahlen nach der Teilung enden mit einem Sieg der pro-britischen Parteien. Die IRA ist jedoch strikt gegen den Vertrag und ermordet den britischen Feldmarschall Henry Wilson in London. Er hatte sich während des Befreiungskrieges für die unbarmherzige Behandlung der Iren eingesetzt. Mit diesem Mord beginnt der Bürgerkrieg.


: Nachdem die IRA den englischen Vizeadmiral Henry Sommerville ermordet hat, wird sie zur illegalen Organisation erklärt.


Im Zweiten Weltkrieg bleibt die Republik neutral, Nordirland nimmt an Englands Seite an den Kämpfen teil, was aufgrund der Kriegsindustrie zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führt.


: Irland tritt den Vereinten Nationen bei, bleibt der NATO wegen seiner Neutralität allerdings fern.


: Die IRA führt eine Bombenkampagne gegen die Teilung Irlands (Border Campaign


: Terence O'Neill wird nordirischer Premierminister und versucht, eine Entspannung zwischen den Fronten im Land zu erreichen. Besonders der radikale protestantische Pfarrer Ian Paisley kritisiert ihn deswegen.


: Nach mehreren Morden an Katholiken wird die neue UVF zur illegalen Organisation erklärt.


: Die Northern Ireland Civil Rights Association NICRA) wird gegründet. Sie will sich auf legalem Wege gegen soziale und religiöse Diskriminierung einsetzen. Ein Jahr später schließt sich eine in Belfast gegründete überkonfessionelle sozialistische Organisation der NICRA an und bildet deren linken Flügel.


: Die NICRA plant am 5. Oktober einen Protestmarsch gegen die Arbeitslosigkeit und Wohnungsvergabe in Londonderry. Eine gegnerische Organisation plant am selben Tag eine Demonstration, die derselben Route folgen soll. Innenminister Craig verbietet beide Märsche. Die NICRA führt dennoch ihre Demonstration durch. Die Polizei geht mit Knüppeln und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor; 77 werden verletzt.










: Ein Neujahrsmarsch von Belfast nach Derry, organisiert von der NICRA, wird von Paisley und seinen Anhängern, sowie der Polizei, überfallen und die Demonstranten brutal mißhandelt.


Am 12.August feiern die Protestanten den Widerstand der Stadt Derry gegen den katholischen König James von 1689. Sie versuchen die katholischen Viertel Derrys zu stürmen, wo sich die Bewohner verbarrikadiert haben. Drei Tage dauert die Schlacht, die Barrikaden halten stand. Nachdem die Kämpfe auf Belfast übergegriffen haben, zählt man 6 Tote.


: Am 6. Februar stirbt bei einem Schußwechsel zwischen der IRA und der brit. Armee der erste britische Soldat. Vier IRA-Männer kommen ebenfalls uns Leben. Brian Faulkner wird neuer Premierminister.


: Am 30. Jänner eskaliert die Gewalt. Fallschirmjäger schießen auf Demonstranten in Derry 13 Menschen sterben, die meisten sind auf der Flucht von hinten erschossen worden. Dieses Massaker geht als "Bloody Sunday" in die Geschichte ein.Als Reaktion darauf finden im ganzen Land Demonstrationen statt, die Botschaft in Dublin wird niedergebrannt.


: Im Juli ermordet die IRA den britischen Botschafter in Dublin. Drei Wochen später überfährt ein IRA-Mann, nachdem er von einem Soldaten erschossen wurde, drei Kinder. Die Tante der Kinder gründet mit einer Freundin die "Friedensbewegung" (Peace People), der sich Frauen aller Konfessionen anschließen. Die beiden Frauen erhalten 1977 den Friedensnobelpreis, doch wenige Monate später ist die Organisation bereits wieder bedeutungslos.


: Margaret Thatcher wird brit. Premierministerin. Bei verschiedenen Anschlägen der IRA sterben 19 Menschen, unter ihnen Lord Mountbatten, der letzte indische Vize-König.


: Durch immer wieder eskalierende Gewalt sterben insgesamt 14 IRA-Mitglieder und 30 Protestanten.


: Bei protestantischen Demonstrationen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen und Straßenschlachten mit der Polizei.


: Die britische Regierung reagiert auf die sich häufenden Übergriffe der IRA mit verschärften Gesetzen: Die Aussageverweigerung wird abgeschafft, Interviews mit Mitgliedern von Sinn Féin oder IRA werden verboten.


: In diesem Jahr gibt es besonders viele Tote: Im Januar sterben 7 prot. Arbeiter durch eine IRA-Bombe, im Februar werden in einem Büro der Sinn Féin 4 Menschen erschossen - der Täter richtet sich anschließend selbst. Einen Tag darauf kommen 5 Katholiken in einem Wettbüro bei Belfast ums Leben, im März zerstört eine gewaltige IRA-Bombe die Einkaufsstraße von Lurgan (Armagh). Dasselbe Schicksal erleiden im Oktober Bangor (Down) und im November Coleraine (Derry). Ebenfalls im November werden in einem anderen Wettbüro 3 Katholiken von prot. Fanatikern erschossen. Auch im Jahre 1993 bessert sich die Lage nicht. Nur über Weihnachten gibt es jährlich einen dreitägigen Waffenstillstand.


: Am 28. August geben der Chef der Sinn Féin, Gerry Adams und John Hume von der SDLP eine Erklärung ab, in der sie erneut das Recht ganz Irlands auf Selbstbestimmung bekräftigen. Am 31. August verkündet die IRA einen unbefristeten Waffenstillstand. Das Verbot von Interviews mit Sinn Féin-Mitgliedern wird aufgehoben, ebenso dürfen ab sofort wieder Sinn Féin-Männer Kontakt mit Regierungsmitgliedern haben.


: So sehr die Zeichen auch auf Frieden deuteten, schon im Herbst '95 gehen Gerüchte um, die IRA rüste sich für eine neue Gewalt-Kampagne. Gerry Adams meint, die Aussichten auf einen dauerhaften Frieden seien trübe.


: Nach der Explosion einer Bombe in den Docklands von London, die 2 Menschen tötet und erheblichen Sachschaden anrichtet, erklärt die IRA den Waffenstillstand für beendet. In Nordirland selbst passiert allerdings nichts, die Anschläge beschränken sich auf London.


Während der Fußball-EM im Juni werden in Manchester durch eine IRA-Bombe über 200 Menschen verletzt; es ensteht ein Sachschaden von mehr als 1,4 Mrd. Schilling.

Im Sommer '96 eskalieren erneut die Streitigkeiten. Die IRA hält ihren faktischen Waffenstillstand in Nordirland allerdings aufrecht.



: Der schwerste Anschlag in der Geschichte des Nordirland-Konfliktes fordert am 15. August in Omagh 29 Menschenleben und 229 Verletzte. Die "Wahre IRA", eine Splittergruppe der IRA, bekennt sich zu dem Anschlag. Vier Tage später erklärt auch sie sich bereit, auf Waffengewalt zu verzichten.


4 Lösungsversuche


1983 beginnen bereits die konstitutionellen, nationalistischen Parteien Irlands über Frieden und Stabilität im Land nachzudenken. Sie rufen das New Ireland Forum ins Leben, was eigens zur Friedenssicherung gegründet wird.


1985 unterzeichnen Thatcher und der irische Premier FitzGerald das erste anglo-irische Abkommen seit 1921. Dublin erhält darin ein geringfügiges Mitspracherecht in der Verwaltung Nordirlands und verpflichtet sich als Gegenleistung zu mehr Kooperation mit Großbritannien in der Terrorbekämpfung.


1993 unterzeichnen die Ministerpräsidenten von GB und IRL eine "Rahmenvereinbarung für den Frieden" und 1997 nimmt die Sinn Féin erstmals an einer Friedenskonferenz teil. Im selben Jahr empfängt der brit. Premierminister Tony Blair zum ersten Mal einen Vorsitzenden der Sinn Féin. Der Handschlag zwischen ihm und Adams gilt als historisch.


1998 wird nach Volksabstimmungen in Irland und Nordirland das vereinbarte Friedensabkommen gebilligt, das die Bildung von Regionalparlamenten plant. Einen Monat später wird in NI das erste Reg.parl. gewählt. Der schwere Anschlag im August trägt natürlich nicht zur Friedenssicherung bei und so entschließen sich beide Parlamente (GB und IRL) zu verschärften Anti-Terror-Gesetzen.


Im September treffen zum ersten Mal Adams und der protestantische Regierungschef Trimble zu Verhandlungen zusammen.Ihre Gespräche sind jedoch bis heute nicht von Erfolg gekrönt.


1999 lehnen die Protestanten einen neuen Kompromiß-Friedensvertrag ab. Unter Leitung des amerikanischen Vermittlers Mitchell war 10 Wochen lang über verschiedenen Vorschlägen gebrütet worden.

Erst Ende November sind die Verhandlungen an einem Punkt angelangt, an dem in London über eine überkonfessionelle Regierung Nordirlands abgestimmt wird. Die Entwaffnung der IRA und anderen militärischen Einheiten ist für kommenden Januar geplant. Was im Endeffekt wirklich dabei herauskommt, steht allerdings in den Sternen.




5 Quellennachweis


Martina Boden, Chronik Handbuch Europa; Verlag Bertelsmann, München 1998 / S. 168ff

Dietrich Schulze-Marmeling, Nordirland; Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1996 / S. 21-30, S. 237-460

Internet: rhein-zeitung.de

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de.news.yahoo.com

archiv.berliner-morgenpost.de








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