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Frauen auf den Philippinen - Berufe und Rechte




Frauen auf den Philippinen


Berufe und Rechte



In der vorkolonialen Gesellschaft hatten philippinische Frauen viele Rechte:

Sie konnten zum Beispiel nach dem Tod des Vaters die Führung des Dorfes übernehmen, durften Grund und Boden besitzen und Tauschhandel betreiben. Sie standen in alten Zeiten als hochangesehene Wahrsagerinnen, Medien und Heilerinnen im Mittelpunkt des Stammeslebens und besaßen die gleichen Rechte wie Männer. Generell waren Frauen in der prä-spanischen Gesellschaft gleichberechtigte Partnerin der Männer, die von ihnen in allen wichtigen Belangen Rat und Zustimmung einholten. Doch mit der erfolgreichen Kolonisation und Missionierung der Philippinen durch die Spanier verloren die Frauen ihre ursprünglichen Rechte. Sie hatten nun als tugendhafte Hausfrauen und Mütter ihren Ehemännern untertan zu sein. Nach fast dreieinhalb Jahrhunderten der Unterdrückung eröffnete die eher auf Gleichheit basierende soziale Rollenverteilung, welche die Amerikaner mitbrachten, den Filipinas wieder Ansätze zu einer erneuten Emanzipation. So wurde Frauen das aktive wie das passive Wahlrecht zugesprochen und der Zugang zu Universitäten ermöglicht.



Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern hat die Gleichberechtigung der philippinischen Frauen tatsächlich Fortschritte gemacht. Heute spielen sie eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben und sind dabei in Bereiche vorgedrungen, die traditionell Domänen der Männer waren. Das staatliche Bildungsangebot wird zu gleichen Teilen von Frauen und Männern wahrgenommen. Frauen bekleiden leitende Stellungen in Wirtschaftsunternehmen und staatlichen Behörden, haben teilweise sogar hohe Positionen in Parteien und Verwaltung inne. Von 1986 bis 1992 stand mit Corazon Aquino erstmals in der Geschichte der Philippinen eine Frau an der Spitze des Staates. All dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass "emanzipierte" Frauen eine überwiegend der kleinen Mittel- und Oberschicht angehörige Minderheit sind. Bei den ärmeren Bevölkerungsgruppen, die den breiten Unterbau der Sozialpyramide bilden, sind Frauen beruflich nach wie vor unterprivilegiert. Ihre Arbeitsbelastung ist meist größer als die des Mannes, die Bezahlungen dagegen in der Regel wesentlich geringer. Sie haben weniger Pausen und vielfältigere Aufgaben. Im familiären Bereich besteht zwar eine relative Gleichheit zwischen Mann und Frau (das männliche Familienoberhaupt tritt nach außen als dominierende Autoritätsperson auf, wichtige Entscheidungen werden in der Regel aber im Einvernehmen mit der Ehegattin, die häufig die Familienfinanzen verwaltet, getroffen).

Auf moralisch-ethischem Gebiet lebt in allen Gesellschaftsschichten die 350-jährige spanische Tradition. Die Jungfräulichkeit der Braut gilt nach wie vor als ein unumstößliches Gebot. Verlassene Ehefrau oder ledige Mutter zu sein, ist auch heute noch ein schweres Schicksal. Scheidung und Abtreibung sind indiskutable Themen. Dagegen werden Seitensprünge des philippinischen Mannes gesellschaftlich toleriert.

In fast allen Gesellschaften und Kulturen werden Jungen Mädchen vorgezogen und sind ihnen gegenüber privilegiert. Die Bevorzugung von Söhnen ist Geschlechtsdiskriminierung, die mit der Geburt beginnt. Nur Jungen werden ermutigt eine weiterführende Ausbildung zu machen und bekommen generell mehr Freizeit als Mädchen. Von Mädchen und Frauen wird mehr Mithilfe bzw. Verantwortung z.B. im Haushalt erwartet. Sie hüten Ziegen, bewirtschaften den Garten, holen Wasser, sammeln Feuerholz, kaufen ein, bereiten das Essen, waschen die Kleidung, sorgen für die Kinder und die Alten, pflegen kranke Familienmitglieder und halten das Haus sauber und in Ordnung. Dies ist Arbeit, die ein niedriges Ansehen hat und nicht bezahlt wird.

Mädchen werden sogar körperlich vernachlässigt. Sie erhalten weniger Nahrung, Gesundheits- oder andere Art der Versorgung. Ein Hinweis auf diese Art der Diskriminierung kann überdurchschnittlich hohe Sterblichkeitsraten bei weiblichen Säuglingen oder Kleinkindern sein. Die Bevorzugung von Jungen hat ihre Wurzeln in Wirtschaft, Kultur und Religion. Oft werden Mädchen für wirtschaftlich weniger wertvoll als Jungen erachtet, eine Ansicht, die durch entsprechende Heirats-, Aussteuer-, und Erbschaftspraktiken noch gefördert wird.



Der Alltag und die Aufgaben der Kinder



Viele Mädchen auf den Philippinen, die keine schulische Bildung haben, sehen keinen anderen Ausweg, als ihren Körper durch Anzeigen im Internet oder in Katalogen zu verkaufen.

Auch durch die Heirat mit einem deutschen Mann z.B. versuchen sie aus ihrem Land herauszukommen um woanders ein neues Leben anzufangen.

In größeren Städten gibt es sehr viele Bordelle, in denen die Mädchen ihr Geld verdienen, mit dem sie meistens die ganze Familie ernähren müssen.

Viel mehr Möglichkeiten um Geld zu verdienen, gibt es leider nicht.

Die etwas jüngeren Mädchen und Jungen werden oft in große Fabriken geschickt um dort am Fließband zu arbeiten oder Teppiche zu knüpfen, die später in anderen Ländern sehr teuer verkauft werden.

Die Kinder verdienen dort kaum etwas, die Arbeitsbedingungen sind fast unzumutbar, niemand achtet auf Gesetzte.

Durch die Not und das Elend steigt die Kriminalitätsrate immer mehr. Die Straßen werden bei Anfang der Dämmerung immer unsicherer.

Die Eltern wollen zwar nur das Beste für ihre Kinder, indem sie versuchen, ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, doch nur sehr wenige haben das Geld dazu, da die Schulen für ihre Verhältnisse sehr teuer sind. Nur ein ganz kleiner Teil der Jugendlichen bekommt die Chance zu studieren.

In der Schule müssen auch bei mehr als 40 °C Schuluniformen getragen werden, die meistens aus einer langärmligen Bluse oder Hemd und einer langen Hose bestehen.

Da dort sehr viel Wert auf katholische Erziehung gelegt wird und die Philippinos eine sehr konservative Einstellung haben, ist es nicht üblich, viel nackte Haut zu zeigen.

Trotz der großen Armut und der vielen Überschwemmungen durch die der Besitz und das Land der Menschen zerstört werden, sind die Inselbewohner gegenüber Fremden sehr freundlich und hilfsbereit.

Das Leben dort in kleinen Dörfern ist nicht einfach, es fließt kein warmes Wasser und das Grundwasser ist bakterienverseucht.

Die sogenannten Häuser bzw. Hütten sind sehr einfach gebaut.

Die Familien haben oft mehr als vier Kinder.

Die Mädchen lernen schon früh zu kochen und die Jungen helfen meist im Garten oder bei der Ernte auf den Feldern. Die Arbeit wird in der ganzen Familie aufgeteilt.

Die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern scheint deutlich enger zu sein als hier, da die älteren Geschwister oft auf die jüngeren aufpassen müssen. Die Kinder erziehen sich gegenseitig erziehen. Sie lernen viel früher als wir, Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu werden.






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